FAQs
Häufig gestellte Fragen zu Atem Mut und holotropem Atmen
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Atem Mut Seminar und das holotrope Atmen – von gesundheitlichen Voraussetzungen und möglichen Kontraindikationen über den Ablauf bis hin zu organisatorischen Themen.
Die Fragen "Was ist holotropes Atmen?" und "Wie holotropes Atmen wirkt" beantworten wir ausführlich auf zwei Unterseiten:
Gesundheit, Sicherheit und Kontraindikationen
Gibt es gesundheitliche Voraussetzungen für das holotrope Atmen?
Für die Teilnahme am holotropen Atmen musst du kein vollkommen gesunder Mensch sein. Viele Menschen kommen zu uns mit seelischen Belastungen, Erschöpfung oder dem Wunsch nach Veränderung. Solange keine schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen oder Kontraindikationen vorliegen, steht einer Teilnahme in der Regel nichts im Weg. Welche Kontraindikationen das sind, findest du in der folgenden Frage. Wenn du unsicher bist, beraten wir dich gerne persönlich.
Gibt es gesundheitliche Einschränkungen für holotropes Atmen?
Für Menschen mit bestimmten körperlichen Erkrankungen ist das holotrope Atmen nicht geeignet. Dazu gehören insbesondere schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie, Glaukome, Aneurysmen sowie andere Erkrankungen, bei denen eine intensive körperliche Belastung ein gesundheitliches Risiko darstellen kann. Auch während einer Schwangerschaft ist eine Teilnahme am holotropen Atmen nicht möglich.
Auch bei bestimmten psychiatrischen Erkrankungen ist eine Teilnahme ausgeschlossen. Dazu zählen insbesondere psychotische Erkrankungen wie Schizophrenie oder wahnhafte Störungen sowie andere schwere psychiatrische Erkrankungen, bei denen der intensive Bewusstseinsprozess zu einer Überforderung führen könnte. Bei ausgeprägten Borderline-Störungen oder anderen komplexen psychischen Erkrankungen empfehlen wir, die Teilnahme vorab mit uns persönlich zu besprechen.
Kann ich auch mit Asthma am holotropen Atmen teilnehmen?
Ja. Asthma ist grundsätzlich kein Ausschlusskriterium für eine Teilnahme. Bitte informiere uns jedoch vor dem Seminar darüber und bringe dein Asthmaspray mit. So können wir gemeinsam für einen sicheren Rahmen sorgen.
Ich nehme Medikamente – kann ich trotzdem teilnehmen?
Ja. Die Einnahme von Medikamenten schließt eine Teilnahme am holotropen Atmen grundsätzlich nicht aus. Da Medikamente jedoch sehr unterschiedliche Wirkungen haben und häufig im Zusammenhang mit bestehenden körperlichen oder psychischen Erkrankungen stehen, bitten wir dich, uns bereits bei der Anmeldung darüber zu informieren. Gemeinsam klären wir, ob eine Teilnahme zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll und sicher ist.
Was ist, wenn ich aktuell in psychotherapeutischer Behandlung bin?
Ja. Eine laufende psychotherapeutische Behandlung ist grundsätzlich kein Ausschlusskriterium für die Teilnahme am holotropen Atmen. Im Gegenteil: Viele Menschen erleben das Atemseminar als wertvolle Ergänzung zu ihrer therapeutischen Begleitung. Wichtig ist lediglich, dass keine der beschriebenen Kontraindikationen vorliegt. Wenn du unsicher bist, ob eine Teilnahme in deiner aktuellen Situation sinnvoll ist, sprich uns gerne an. Gemeinsam klären wir, ob der Zeitpunkt für dich passend ist.
Kann ich teilnehmen, wenn ich früher einmal psychische Krisen erlebt habe?
Ja, in vielen Fällen ist das möglich. Eine frühere psychische Krise ist nicht grundsätzlich ein Ausschlusskriterium für die Teilnahme am holotropen Atmen. Menschen, die beispielsweise unter Depressionen, Angststörungen oder Panikattacken gelitten haben, können in der Regel teilnehmen.
Anders verhält es sich bei psychotischen Erkrankungen, wie beispielsweise Schizophrenie oder wahnhaften Störungen. Diese gehören zu den Kontraindikationen für das holotrope Atmen. Wenn du unsicher bist, ob eine Teilnahme in deiner persönlichen Situation sinnvoll ist, sprich uns gerne an. Gemeinsam klären wir, ob das AtemMut Seminar zum jetzigen Zeitpunkt für dich geeignet ist.
Kann holotropes Atmen alte Traumata hervorrufen und retraumatisieren?
Holotropes Atmen kann tief verborgene Erinnerungen oder Emotionen an die Oberfläche bringen, die mit vergangenen – auch traumatischen – Erfahrungen verbunden sind. Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, Menschen an seiner Seite zu haben, die mit intensiven emotionalen Prozessen und Traumadynamiken vertraut sind. Unsere langjährige Erfahrung in der Begleitung von Selbsterfahrungsprozessen sowie unsere Ausbildungen in Gestalttherapie und Traumatherapie bilden dafür eine tragende Grundlage.
Von einer Retraumatisierung sprechen wir, wenn traumatische Erfahrungen aktiviert werden, ohne dass dabei ein angemessener Kontakt und eine tragende Beziehungserfahrung entstehen. Gerade an diesen verletzlichen inneren Orten sind Kontakt, Sicherheit und eine neue Beziehungserfahrung von entscheidender Bedeutung.
Wenn du schwerwiegende traumatische Erfahrungen gemacht hast oder unsicher bist, ob das AtemMut Seminar für dich geeignet ist, empfehlen wir dir, dies vorab mit uns persönlich zu besprechen.
Was passiert, wenn es mir während der Atemsession zu viel wird?
Du bestimmst jederzeit selbst, wie weit du gehen möchtest. Es ist uns ein großes Anliegen, dich zu nichts zu drängen oder über deine Grenzen hinwegzuführen. Wenn du das Gefühl hast, dass es dir zu viel wird, kannst du den Atemprozess jederzeit unterbrechen oder abbrechen.
Wir bleiben mit dir in Kontakt und schauen gemeinsam, was du in diesem Moment brauchst. So kann jeder Mensch die Erfahrung in seinem eigenen Tempo machen – so, wie es sich für ihn stimmig anfühlt.
Was passiert, wenn ich Angst bekomme?
Angst gehört für viele Menschen zu den Gefühlen, die sich in einem intensiven Selbsterfahrungsprozess zeigen können. Wenn Angst auftaucht, bist du damit nicht allein. Wir sind an deiner Seite und begleiten dich mit der Unterstützung, die du in diesem Moment brauchst.
Manchmal hilft es, mit achtsamer Begleitung durch die Angst hindurchzugehen. Manchmal ist es stimmiger, langsamer zu werden oder den Prozess zu unterbrechen. Gemeinsam finden wir den Weg, der sich für dich sicher und richtig anfühlt.
Zwei Stimmen von ehemaligen Teilnehmern:innen

— Marco
"Ich habe lange nach einem Ort gesucht, an dem ich mich fallen lassen und zugleich getragen fühlen kann. Einen Ort an dem der Raum, der sich in mir und um mich öffnet, auch gehalten werden kann. Und genau dies gelingt den Beiden mit einer solchen Natürlichkeit und Authentizität, wie ich es sonst noch nirgends erlebt habe."

— Sabine
"Stefan und Fiona schaffen einen außergewöhnlichen Rahmen, in dem diese Arbeit und der Austausch in der Gruppe zu einem echten Wendepunkt in meinem Leben wurden."
Atem Mut
Die Kraft des holotropen Atmens in unserem Atem Mut Seminar erfahren
Möchtest du noch mehr über die Methode erfahren?
Hier erfährst du mehr über den Ursprung, die Methode, das Grundprinzip des holotropen Atmens, über den Stellenwert der Musik und die Bedeutung des sogenannten Atemfeldes, das die Gruppe gemeinsam kreiert.
Fragen zum Atem Mut Seminar
Hier findest du Antworten auf häufige allgemeine Fragen zum AtemMut Seminar. Ausführliche Informationen zum Ablauf, zu den Seminarhäusern, den Kosten und zur Anmeldung findest du auf der folgenden Seite:
Ist das Seminar auch für Anfänger geeignet?
Ja. AtemMut eignet sich sowohl für Menschen, die zum ersten Mal an einer Atemsession teilnehmen, als auch für Teilnehmer:innen mit Erfahrung. Mit unserer langjährigen Erfahrung und einer achtsamen Begleitung schaffen wir einen geschützten Rahmen, in dem du dich sicher auf deinen eigenen Prozess einlassen kannst.
Wie bereite ich mich auf das Seminar vor?
"Come as you are!" – Du brauchst keine besondere Vorbereitung für das Seminar.
Was muss ich mitbringen?
Bequeme Kleidung, in der du dich frei bewegen kannst, sowie ein Spannbettlaken (90 × 200 cm) für deinen Atemplatz. Alles Weitere stellen wir zur Verfügung – unter anderem Augenbinden, Malutensilien, Taschentücher und vieles mehr.
Gibt es eine Teilnehmerbegrenzung?
Ja. Um jeden Menschen individuell begleiten zu können, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. An den AtemMut Wochenenden nehmen maximal 14 Personen teil, beim AtemMut Intensiv maximal 20.
Welche Musik wird während der Session verwendet?
Die Musik ist sorgfältig auf die verschiedenen Phasen des Atemprozesses abgestimmt. Sie begleitet und unterstützt den emotionalen, körperlichen und inneren Erfahrungsprozess – mal ruhig und getragen, mal kraftvoll und intensiv.
Kann ich nach dem Seminar Autofahren?
Direkt nach einer Atemsession würden wir davon abraten. Das AtemMut Seminar bietet jedoch ausreichend Zeit, die Erfahrungen zu integrieren, sodass du am Sonntag in der Regel gut gesammelt und sicher die Heimreise antreten kannst.
Kann ich das Seminar auch online machen?
Nein. AtemMut bieten wir ausschließlich als Präsenzseminar an – und das wird auch so bleiben.
Die persönliche Begleitung und der geschützte Gruppenraum sind aus unserer Sicht wesentliche Bestandteile einer intensiven Atemarbeit. Durch die intensivierte Atmung können sich tiefere emotionale Prozesse öffnen. In einem Seminar können wir diese Erfahrungen achtsam begleiten und dich dabei unterstützen, sie sicher zu integrieren.
Allein vor dem Bildschirm fehlen diese Begleitung und der geschützte Rahmen. Deshalb halten wir intensive Formen der Atemarbeit im Online-Format für nicht geeignet.
Allgemeine Fragen zu holotropem Atmen
Was unterscheidet das holotrope Atmen von anderen Atemtechniken?
Holotropes Atmen ist speziell darauf ausgerichtet, tiefe emotionale und zum Teil auch spirituelle Prozesse anzustoßen und zu begleiten. Ein wesentliches Merkmal der Methode ist die speziell abgestimmte Musik, die den inneren Prozess unterstützt und vertieft.
Der größte Unterschied liegt jedoch in der Dauer der Atemsessions. Keine andere Atemtechnik gibt dem inneren Prozess so viel Raum und Zeit wie das holotrope Atmen.
In einer Zeit, in der viele Menschen vor allem mit „Machen“ und „Funktionieren“ beschäftigt sind, ist dies von besonderem Wert. Die Methode schafft Raum für innere Bewegungen und Prozesse, die oft mehr Zeit benötigen, um sich vollständig zu entfalten.
Die intensivierte Atmung dient dabei als Impulsgeber. Im weiteren Verlauf folgt der Atem meist ganz natürlich dem Fluss der eigenen Erfahrung und muss nicht während der gesamten Atemsession aufrechterhalten werden.
Was ist der Unterschied zwischen holotropem Atmen und anderen sprituellen Praktiken wie Meditation?
Während viele meditative Praktiken vor allem die innere Stille, die bewusste Präsenz und die De-Identifikation mit dem Ego fördern, arbeitet das holotrope Atmen unmittelbarer mit den emotionalen, biografischen und unbewussten Schichten unserer Psyche. Dabei können auch verborgene Schattenanteile der eigenen inneren Welt ins Bewusstsein treten.
Meditative Wege richten sich häufig stärker auf überbewusste Bewusstseinsebenen. Schattenanteile können dabei zwar bewusster wahrgenommen werden, bleiben jedoch oft in ihrer emotionalen Tiefe unberührt. Im holotropen Atmen hingegen können diese verborgenen Anteile unmittelbar erfahrbar werden und integriert werden.
Nicht selten zeigt sich dabei ein Zusammenhang zwischen der Integration von Schattenanteilen und spirituellen Öffnungen. Gerade diese Verbindung macht für viele Menschen den besonderen Charakter des holotropen Atmens aus.
Ist die Wirkung von holotropem Atmen wissenschaftlich belegt?
Das holotrope Atmen wurde in den 1970er Jahren von Stanislav und Christina Grof am Esalen Institute in Kalifornien entwickelt und wird seit mehreren Jahrzehnten weltweit praktiziert.
Obwohl viele Menschen von tiefgreifenden und nachhaltigen Veränderungen berichten, ist die wissenschaftliche Studienlage derzeit noch begrenzt. Das liegt unter anderem daran, dass sich die komplexen inneren Prozesse während einer Atemsession nur schwer mit den klassischen Methoden der Hirnforschung untersuchen lassen. So wurden beispielsweise Versuche unternommen, die Wirkung des holotropen Atmens mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) zu erforschen. Die für die Methode typischen Körperbewegungen während des Atemprozesses erschweren jedoch die Aufnahme verwertbarer Gehirnscans erheblich.
Gleichzeitig entwickelt sich die Forschung zu intensiver Atemarbeit kontinuierlich weiter und liefert zunehmend Hinweise auf ihr therapeutisches Potenzial. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen stützt sich die Methode auf jahrzehntelange praktische Erfahrung und die Berichte vieler Tausend Menschen weltweit, die durch das holotrope Atmen tiefgreifende persönliche Veränderungen erfahren haben.


